Mi 13.09. 20:00 Uhr im Artenschutztheater

Wo ist der Fuchs

theater/schauspiel

Stellen Sie sich vor, Sie lebten auf dem Lande und sie erbten ein ganzes Wohnhaus in Berlin.
Stellen Sie sich vor, sie würden ein neues Leben beginnen.
Stellen Sie sich vor, Sie würden dabei (fast) alles falsch machen….

In Martin Langenbecks „Wo ist der Fuchs“ wird die Geschichte von Robert erzählt. Nach dem
tödlichen Unfall seiner Eltern erbt der überangepasste Mittvierziger ein großes, leeres Wohnhaus in
Berlin, Neukölln. Um das Desaster perfekt zu machen trennt sich, noch während der Beerdigung
seiner Eltern, seine Frau von ihm. Daraufhin beschliesst Robert aus der norddeutschen Provinz und
seinem nicht funtkionierenden Leben in die Stadt und das geerbte Wohnhaus zu ziehen. Sein Plan
lautet: Ich muss mich einfach „neu erfinden“.
Nach anfänglichen Startschwierigkeiten lebt Robert sich in dem Haus ein und er macht eines Nachts
die Bekanntschaft der Nightlife erfahrenen, zehn Jahre jüngeren Cécile und den Drogen, die die
Szenefrau an diesem Abend bei sich trägt. Ein gewaltiger Filmriss ist die Folge. Am nächsten
Morgen wacht er auf und findet sich als Kidnapper einer hübschen Frau in einem neuen Leben
wieder. Wie konnte es dazu kommen?
Im Mittelpunkt dieser selbstironisch inszenierten Geschichte stehen die Fehler zweier Menschen,
die nicht mehr wissen, was gestern war und sich trotzdem sehr wünschen, dass alles anders wird.
Doch wie so oft, entscheidet man vieles nicht allein. Manches wurde in der Vergangenheit schon
vorbestimmt und die Chancen, die sich neu ergeben, werden durch falsche Entscheidungen und
mangelnden Mut zerstört. Das klingt ernst. Wenn dann allerdings die Neuköllner Drogenbarone ins
Spiel kommen, wird das Stück zu einem amüsanten Kiezthriller mit einer überraschenden
Wendung……… .
Das Bühnenpaar Cornelia Werner als Cécile und der Autor und Schauspieler Martin Langenbeck
als Robert zeigen unter der leichtfüßigen Regie von Beatrice Murmann gekonnt dieses spannende
Stück über die Sehnsucht nach Nähe und Veränderung. Schon durch die Bühne wird die
Gefangenschaft in der eigenen Biografie als verzwickte Geschichte zweier Leben mitten in einem
Berliner Kiez dargestellt und bekommt dadurch eine eigentümliche Poesie. Dabei unterstützen die
beiden Darsteller durch ihr intensives Spiel die komplexe und vielschichtige Erzählweise des
Stücks, das uns anhand zahlreicher Rückblenden immer wieder in die Vergangenheit der
Protagonisten führt. Chris Krauss ergänzt dieses anspruchsvolle Unterhaltungsstück musikalisch
einfühlsam durch atmosphärische Loops.
Die Premiere findet am 13.09.2017 im Artenschutztheater in Berlin Moabit um 20.00 Uhr statt.
Weitere Termine sind der 15. und 16.09, der 07. und 13.10., sowie der 03.11.2017 jeweils um 20.00
Uhr. Das Stück dauert ca. 90 Minuten. Reservierungen unter 0174-1803274. Weitere Informationen
und Kontakt finden Sie zusätzlich im Internet unter http://www.woistderfuchs.de

Einlass: 19.30
Eintritt:

Online-Reservierungen sind für diese Veranstaltung nicht verfügbar.